Der Hamburger Jugendserver

"Aus der Ferne weht der Wind"

Bei der Verfilmung des Drehbuches, welches den Arbeitstitel "17.000 Becquerel" hatte, ging es um folgende Geschichte:

Mai 1986, kurz nach der Tschernobyl-Katastrophe: Im Bayerischen Waldbeschließt der Oberförster Wolf Steinert (John Middleton), mit seinenzwei Jagdfreunden, Franz Meier (Rainer Bonke) und Bernd von Lüften(Philip Prostak), in den Wald zu fahren. Ihr Ziel ist, ein Wildtier zuerlegen und durch Fleischproben die Höhe der Kontaminationfestzustellen. Doch auf einmal sind die Söhne von Wolf und Franzverschwunden (Mats Ole Ellenberg, Eddi Dudek). Die Kinder können nichtahnen, welche Gefahr durch den auch an diesem Abend angekündigten Regendroht...

Die Verfilmung stellte besondere Anforderungen an die Organisation. Die gesamte Ausstattung musste im 80er jahre Look sein. Sprich Location, Kostüm, Fahrzeuge etc. Anfangs waren 3 Drehtage für die Verfilmung des gesamten Projektes angesetzt, zum Schluss waren es 7 größere und noch einnige kleinere Drehs.
Da die Geschichte im Bayrischen Wald spielte, fuhren wir für die Waldaufnahmen in die harburger Berge, wo das Gelände immerhin ein wenig bergig ist.
Bei dem ersten Dreh kam die örtliche Feuerwehr zur Unterstützung, und verspritze über 2000 Liter Wasser für einen künstlichen Regen. Der Dreh begann um 12 Uhr Mittags und endete um 1 Uhr in der Früh. Einen weiteren Dreh an diesem Ort mussten wir auf Grund von Platzregen abbrechen, und so ein drittes Mal in die Berge. Weitere Drehs fanden unter Zuhilfenahme von Teleskopwagen und Fahrzeugen für Kamerafahrten statt.
Der Film trägt nun den Titel: Aus der Ferne weht der Wind. Die extra eingespielte Filmmusik beinhaltet auch einen Titelsong mit Aufgreifung des Titels.
Finanzierung durch den Jugendkulturrat Hamburg-Wandsbek, Gemeinde Rosengarten, Filmteam Hamburg und private Spenden.
Nach fast genau einem Jahr Arbeit war der nun 25 minütige Film endlich fertig, mit einem Zeitverzug von über 7 Monaten. Am 17. April 2009 fand im Heinrich-Heine Gymnasium in Hamburg-Poppenbüttel im Rahmen einer Benefizveranstaltung für den "Freundeskreis Tschernobylkinder" die Premiere statt. Es kamen 1120,98 €uro zusammen.

Zu diesem Projekt entstanden im selben Jahr noch zwei weitere Filme zum Thema:

DIE KINDER VON TSCHERNOBYL, Doku, Hamburg 2008, 12 min
April 1986: der Supergau von Tschernobyl. Seit 1992 besuchen regelmäßig Kinder aus der Tschernobylregion Hamburg und verleben hier fünf Wochen, um sich zu erholen. Der Film zeigt die Eindrücke und Emotionen der Kinder und Betreuer.

IM SCHATTEN DES SARKOPHAGS, Doku, Hamburg/Tschernobyl 2008/2009, 55 min
Im Oktober 2008 machten sich zwei junge Menschen auf den Weg in die Ukraine, um eine Antwort auf die Frage zu finden, warum heute noch Menschen in den verstrahlten Gebieten von Tschernobyl leben. Eine Dokumentation spiegelt Eindrücke und Meinungen der Menschen wider, denen Alexander Fuchs und Leonhard Hollmann auf ihrer neuntägigen Reise begegneten.

Ich bedanke mich außerordentlich für die finanzielle Unterstützung und das entgegengebrachte Vertrauen des Jugendkulturrat Wandsbek. Vielen, vielen Dank. (Leonhard Hollmann)
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