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K.O.-Tropfen

K.O.-Tropfen sind Substanzen, die unbemerkt z. B. in Getränke gemischt werden, um jemanden in einen willen- und hilflosen Zustand zu versetzen. Sie werden von den Tätern zur Begehung von Straftaten wie Vergewaltigung, Diebstahl oder Körperverletzung eingesetzt.

K.O. -Tropfen bestehen meist aus GHB, bekannt als "Liquid Ecstasy". Sie sind farblos und haben keinen Geschmack, wenn sie z.B. in alkoholische Getränke geschüttet werden. Dies kann auf Partys oder in Clubs geschehen. Die Täter geben die K.O.-Tropfen unauffällig in die offen stehenden Getränke der Opfer, um sie später zu vergewaltigen oder zu berauben. Täter können fremde Männer oder Frauen sein, aber auch Freunde, Bekannte oder ein Blind-Date.

Typische Symptome sind:

  • Schlagartiger Erinnerungsverlust
  • Zweifel daran, dass der „Filmriss“ durch Alkoholkonsum hervorgerufen werden konnte
  • Konzentrationsstörungen (auch Tage später)
  • Zweifel an ggf. schlaglichtartigen Wahrnehmungen, vor allem dann, wenn es für körperliche oder sexuelle Übergriffe keine objektiven Beweise gibt


So kannst du dich schützen:

  • Lass dein Getränk nicht aus den Augen!
  • Wenn du nicht sicher bist, ob dein Getränk "sauber" ist, lass es stehen!
  • Nimm keine Getränke an, deren Zubereitung du nicht beobachten konntest!
  • Sprich Freunde oder Personal an, wenn dir plötzlich übel oder schwindelig wird oder du verwirrt bist!
  • Kümmere dich um Freunde, die viel getrunken haben!
  • Verlass die Party mit Freunden, aber nie mit Fremden!


Das kannst du tun wenn du den Verdacht hast, Opfer von K.O.-Tropfen geworden zu sein:

  • Wende dich möglichst schnell an die Polizei, einen Arzt oder eine Beratungsstelle!
  • K.O.-Tropfen sind nur kurze Zeit im Körper nachweisbar, deshalb solltet du so schnell wie möglich von einem Arzt deinen körperlichen Zustand dokumentieren lassen. Notfalls kannst du auch selbst eine Urinprobe sichern (im Kühlschrank aufbewahren)!
  • Scheu dich nicht nicht, Anzeige zu erstatten, auch wenn du Erinnerungslücken hast oder den Täter nicht namentlich benennen kannst!

Falls du den Verdacht hast, Opfer von K.O-Tropfen geworden zu sein, oder jemanden kennst, der einen solchen Verdacht hat, bekommst du Hilfe bei den unten genannten Einrichtungen.

Mehr Infos zu K.O. -Tropfen findest du hier:
www.ko-tropfen-nein-danke.de/substanzen
www.echt-krass.info/Start

 

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Adressen 3
  • Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung

    Maarweg 149-161
    50825 Köln

    Tel. 0221 8992-0, FAX 0221 8992 - 300
    poststelle@bzga.de
    www.bzga.de

    Kurzdarstellung

    Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung diese Stelle gibt Broschüren usw. zu allen gesundheitlichen Themen heraus.

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  • Notruf für vergewaltigte Frauen und Mädchen e.V.

    Beethovenstraße 60
    22083 Hamburg

    Tel. 040 / 25 55 66, FAX 040 / 25 83 17
    notruf-hamburg@t-online.de
    www.frauennotruf-hamburg.de

    Kurzdarstellung

    Notruf ist eine Fachberatungsstelle für Frauen und Mädchen, die Opfer sexueller Gewalt geworden sind. Angebot: Krisenintervention, psychologische Betreuung und Beratung, Informationen zu ärztlicher und psychtherapeutischer Versorgung, Prozessbegleitung. Strafanzeige nicht erforderlich. Telefonische Beratung und Terminabsprachen für persönliche Beratungsgespräche: 040 - 25 55 66 Außerhalb der Bereitschaftszeiten (die aktuellen Zeiten bitte der Website www.frauennotruf-hamburg.de entnehmen) läuft ein Anrufbeantworter, der täglich, auch an Wochenenden und Feiertagen, abgehört wird. In Krisenfällen werden die Betroffenen auch an Wochenenden und Feiertagen innerhalb von 24 Stunden zurückgerufen.

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  • Rechtsmedizinische Untersuchungsstelle für Opfer von Gewalt

    Butenfeld 34
    22529 Hamburg (Haus N 81)

    Tel. 040 / 741 05 - 21 27

    www.uke.de/kliniken-institute/institute/rechtsmedizin

    Kurzdarstellung

    • Kostenlose medizinische Beratung / Untersuchung für Opfer von Gewalttaten. • Fotodokumentation von Verletzungen und Spurensicherung auch ohne Stellung einer Strafanzeige. • Alle Feststellungen unterliegen der ärztlichen Schweigepflicht, bis das Opfer sie freigibt. • Kinder-Kompetenzzentrum für die Untersuchung von Kindern beim Verdacht auf Vernachlässigung, Misshandlung, sexuellen Missbrauch • Um Terminabsprache wird gebeten

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