Der Hamburger Jugendserver

Mit vollem Einsatz für Menschlichkeit

Zum Welttag der Humanitären Hilfe am 19. August


Im Moment überschlagen sich die Katastrophenereignisse: Überflutungen, Waldbrände, Erdbeben, Stürme, extreme Hitze, Dürren, hochkochende kriegerische Konflikte und nach wie vor die weltweite Pandemie. Die Leidtragenden sind immer Menschen, deren Lebensgrundlage plötzlich zerstört ist, die sich in akuter Lebensgefahr befinden, auf der Flucht sind, Angehörige verloren haben ... deren gewohntes Leben also völlig aus der Bahn geraten ist und die nicht selten vor dem Nichts stehen.

 


Wird eine Region auf der Welt durch eine solch schwere Katastrophe erschüttert, wird internationale Humanitäre Hilfe geleistet. Darauf spezialisierte Nicht-Regierungsorganisationen (NGOs) stellen eine Notfallversorgung auf die Beine, meistens für mehrere Tausend Menschen, die dringend medizinische Hilfe, Wasser, Unterkünfte, Sanitäranlagen und Nahrung benötigen. Manchmal muss diese Hilfe über viele Jahre aufrechterhalten werden.

Das folgende Video gibt dir einen anschaulichen Eindruck davon, was genau Humanitäre Hilfe bedeutet:

 


In der Regel sind viele internationale Hilfsorganisationen an den Einsätzen beiteiligt, die ihre Arbeit miteinander koordinieren, zum Beispiel das Rote Kreuz, der Rote Halbmond, das Technische Hilfswerk, Ärzte ohne Grenzen und viele andere mehr. 

Im Mittelpunkt der humanitären Hilfe steht immer der in Not geratene Mensch und nicht politische, religiöse oder ökonomische Interessen. Die humanitären Hilfsorganisationen orientieren sich dabei an ethischen, rechtlichen und organisatorischen Prinzipien. Diese sind vom (humanitären) Völkerrecht abgeleitet und den allgemeinen Menschenrechten verpflichtet.

Die wichtigsten Grundsätze sind die Wahrung der Menschlichheit, Unparteilichkeit, Neutralität und Unabhängigkeit. Was genau sich dahinter verbirgt und warum diese Regeln so bedeutsam sind, erfährst du unter anderem hier:
www.auswaertiges-amt.de
www.aktion-deutschland-hilft.de
 


Humanitäre Hilfe ist also eine hochkomplexe Sache und neben der logistischen Meisterleistung auch eine immense Herausforderung für alle Einsatzkräfte. Sie verrichten ihre Arbeit unter extremen Bedingungen und nicht selten geraten sie selbst in Gefahr. Am 19. August 2003 starben 22 humanitäre Helfer bei einem Bombenanschlag in Bagdad (Irak). Dieses Ereignis nahmen die Vereinten Nationen zum Anlass, den 19. August als Welttag der Humanitären Hilfe zu erklären, um auf die Menschen, die sich im Bereich der internationalen humanitären Hilfe engagieren, besonders aufmerksam zu machen und jenen, die dabei ihr Leben verloren haben, zu gedenken.

Hier beschreibt ein Helfer der Diakonie Katastrophenhilfe (DKH) seine persönlichen Empfindungen über die Sicherheitsumstände seiner Arbeit und seine Hochachtung vor dem Mut seiner Kolleg*innen:
www.diakonie-katastrophenhilfe.de/blog > Humanitäre Hilfe braucht Sicherheit
 

 


Bei einem Hilfseinsatz müssen alle Abläufe sehr gut aufeinander abgestimmt sein. Studierende der FH Münster konnten bei einer Praxisübung, die unter anderem vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) organisiert wurde, einen Eindruck von der Komplexität der Humanitären Hilfe gewinnen:


Ein Einsatz für mehr Menschlichkeit und soziales Miteinander muss aber gar nicht im großen Stil stattfinden, sondern kann auch im Kleinen in deiner direkten Umgebung geleistet werden, zum Beispiel indem du dich für Menschen in deiner Nachbarschaft engagierst. Beispiele, wie du in Hamburg aktiv werden kannst, erfährst du hier auf unserem Jugendserver:
Geflüchtete unterstützen
Freiwilliges und politisches Engagement
 


Bildnachweise:
Notfallkoffer © Andrea Cannata auf Pixabay; Rettungsboot © Will Francis on Unsplash; Händekreis © Franz Pfluegl / Fotolia.com; Flüchtlinge an der türkisch-griechischen Grenze © Kerem Uzel/Pressefoto der Diakonie Katastrophenhilfe
Text: Sabina aus der JIZ-Redaktion 

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