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Wohngeld

Wohngeld soll Mietern (und Inhabern von Eigenheimen oder Eigentumswohnungen, wenn sie diese selbst bewohnen) helfen, die Wohnkosten zu tragen. Es ist ein staatlicher Zuschuss, der nicht zurückgezahlt werden muss, der aber nicht die gesamten Wohnkosten abdeckt. Ob und wie viel Wohngeld du bekommst, hängt von vielen Faktoren ab, unter anderem von der Anzahl der Haushaltsmitglieder, die in einer Wohnung wohnen, von deren (Gesamt-)Einkommen und von der zuschussfähigen monatlichen Miethöhe. Eine wichtige Voraussetzung ist, dass du ein eigenes Einkommen hast, wenngleich ein niedriges, mit dem du einen Teil deines Lebensunterhaltes und der Wohnkosten selbst bestreiten kannst.
Auch Wohngemeinschaften können Wohngeld erhalten. Welche Bedingungen dafür erfüllt sein müssen, kannst du bei eurer zuständigen Wohngeldstelle erfragen.
 



Wohngeld gibt es nicht automatisch. Voraussetzung dafür ist ein Antrag, den du in Hamburg in den Wohngeldstellen der Bezirksämter stellen musst.
Im Internet unter www.hamburg.de/wohngeld ...

  • kannst du die für dich zuständige Wohngeldstelle ermitteln (oder telefonisch beim Bürgertelefon der Hamburger Behörden: 040/115
  • ausführliche Infos zum Wohngeld erhalten,
  • den Antrag für Wohngeld herunterladen,
  • mit dem Online-Wohngeldrechner prüfen, ob du Wohngeld berechtigt sein könntest.
     


Der Antrag für Wohngeld muss schriftlich eingereicht werden. Das Datum der Antragstellung ist entscheidend für den Beginn der Bewilligung. Du kannst ihn per Post schicken oder auch persönlich abgeben. Wenn du dich erst einmal persönlich beraten lassen möchtest, vereinbare einen Termin mit dem/der für dich zuständigen Sachbearbeiter/in. Mietervereine beraten ihre Mitglieder ebenfalls zu Wohngeldfragen.
Immer erforderliche Unterlagen:

  • im Original und unterschrieben: ausgefüllter Antrag auf Wohngeld
  • als Fotokopie: Personaldokumente (Personalausweis, Reisepass bzw. Aufenthaltsbescheinigung - mit Meldebestätigung) Mietvertrag, letzte Mietänderung, aktuelle Mietquittung (Kontoauszug oder Zahlbeleg), Kaltwasserabrechnung, Einkommensnachweise. Bei einem persönlichen Beratungstermin nimmst du die Originalunterlagen mit.
  • Eventuell musst du weitere Unterlagen vorlegen. Das hängt vom Einzelfall ab und wird dir dann mitgeteilt.
     


Wenn du bereits Leistungen beziehst, in die Zuschüsse für Unterkunft eingerechnet sind, erhältst du kein Wohngeld. Das betrifft den Bezug von Arbeitslosengeld II sowie von anderen Formen der Grundsicherung.
 



Als Student/in bzw. Berufsauszubildende/r hast du keinen Anspruch auf Wohngeld, wenn dir grundsätzlich BAföG-Leistungen bzw. BAB zustehen, weil auch hier Kosten für die Unterkunft berücksichtigt werden. Es gibt jedoch Ausnahmen (zum Beispiel bei verheirateten Studierenden/Auszubildenden, Studierenden/Auszubildenden mit Kind oder bei Studiengängen/ Ausbildungen, die nicht BAföG/BAB-anerkannt ist. Die Faktoren der Bewilligung sind auf den Einzelfall bezogen und zu komplex, um sie hier aufführen zu können. Auf der Internetseite www.hamburg.de/wohngeld ist ein PDF-Infoblatt speziell für Studierende und Auszubildende eingestellt. Vielleicht findest du dort bereits eine Antwort auf deine Fragen. Ansonsten hab keine Scheu, dich von der für dich zuständigen Wohngeldstelle beraten zu lassen. Das gilt auch für Studierende bzw. Auszubildende, die nicht die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen. Die Zahlung von Wohngeld kann sich eventuell auf den Aufenthaltsstatus auswirken. Erkundige dich deshalb unbedingt vor der Beantragung bei der für dich zuständigen Ausländerdienststelle.
 



Mehr Infos und Formulare unter:
http://www.hamburg.de/wohngeld/

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