Der Hamburger Jugendserver

Öffentlich geförderter Wohnraum

Wohnberechtigungsbescheinigung (Paragraf 5-Schein)
Wenn dein Einkommen eine bestimmte Grenze nicht übersteigt, hast du Anspruch auf eine Wohnberechtigungsbescheinigung (WBS) nach Paragraf 5 Wohnungsbindungsgesetz, umgangssprachlich Paragraf 5-Schein genannt. Mit dem Paragraf 5-Schein kannst du dich selbst bei Wohnungsverwaltungen und -eigentümern um eine Wohnung, die öffentlich gefördert wird (d. h. eine so genannte Sozialwohnung) bewerben. Die Wohnungsunternehmen und -genossenschaften vermieten viele Sozialwohnungen. Der Paragraf 5-Schein ist ein Jahr lang gültig. Darin steht, in welcher Größe du eine Wohnung anmieten kannst. Das ist abhängig davon, wie viele Familien- bzw. Haushaltsangehörige zusammen mit dir angegeben sind. Du erhältst den Paragraf 5-Schein in dem Bezirksamt (im dortigen Einwohnerkundenzentrum), wo du gemeldet bist. Du musst alle Angaben zur Feststellung deines Jahresbruttoeinkommens machen (z. B. Verdienstbescheinigungen, Steuerkarte, Bescheinigung der Agentur für Arbeit).
Das Antragsformular findest du unter www.hamburg.de > Politik & Verwaltung > Service.
Bei Ausstellung des Paragraf 5-Scheines wird eine Gebühr
zwischen 9,- und 20,- € fällig.



Dringlichkeitsschein

Als Dringlichkeitsfall kannst du in der Regel anerkannt werden, wenn du durch besondere Lebensumstände dringend auf eine andere Wohnung angewiesen bist. Beispiele dafür sind: schwere Erkrankung, Schwerbehinderung, Scheidung, Misshandlung, drohende Obdachlosigkeit, Räumung bei Sanierung, Haftentlassung, Aufenthalt in einem Frauenhaus oder Auszug aus der Jugendwohnung. Voraussetzungen für den Erhalt des Dringlichkeitsscheines sind, dass du nicht selbst in der Lage bist, auf dem freien Wohnungsmarkt eine Wohnung zu finden, dass du deine Notlage nicht selbst herbeigeführt hast und nachweislich seit mindestens drei Jahren ununterbrochen mit alleinigem oder Hauptwohnsitz in Hamburg gemeldet bist. Es gelten dieselben Einkommensgrenzen wie für den Paragraf 5-Schein.

Den Dringlichkeitsschein musst du ebenfalls im Bezirksamt beantragen, am besten persönlich. Im anerkannten Dringlichkeitsfall hilft man dir dort auch bei der Wohnungssuche. Die Gebühr für die Ausstellung beträgt zwischen 9,- und 20,- €.

 


 

Dringlichkeitsbestätigung

Wenn du obdachlos oder in einer Wohnunterkunft untergebracht bist (dazu zählen auch Erstaufnahmeeinrichtungen und Folgeunterkünfte für Geflüchtete), erhältst du mit einer Dringlichkeitsbestätigung den vorrangigen Anspruch auf eine Sozialwohnung. Zuständig für die Beantragung sind die Fachstellen für Wohnungsnotfälle in den Bezirksämtern. Die Ausstellung ist gebührenfrei.

 



In unserer Rubrik Wohnungssuche findest du ganz unten auf der Seite Adressen und Verlinkungen zu den öffentlich geförderten Wohnungsunternehmen und -genossenschaften, bei denen du mit diesen Bescheinigungen günstige Wohnungen suchen kannst.
 

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