Der Hamburger Jugendserver

Jugendwohnung

Was bedeutet "Jugendwohnen"?
Wenn du mindestens 16 Jahre alt bist (in Ausnahmefällen können 14- und 15-Jährige aufgenommen werden) und unter keinen Umständen mehr bei deinen Eltern wohnen kannst, gibt es die Möglichkeit, in einer Jugendwohnung unterzukommen. Eine Jugendwohnung besteht oft aus drei oder vier Wohnungen, die übereinander oder nebeneinander in einem größeren Wohnblock liegen. Die einzelnen Wohnungen verfügen über mehrere Zimmer.
Du hast ein Zimmer, das du nach eigenen Vorstellungen einrichten kannst. Küche, Bad und eventuell ein Gemeinschaftsraum nutzt du gemeinsam mit den anderen Bewohner/innen.
Ihr werdet von Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen betreut. Sie unterstützen euch bei der Bewältigung des Alltags, helfen bei persönlichen Problemen, beraten in schulischen sowie beruflichen Fragen und gestalten mit euch verschiedene Freizeitangebote.
 



Voraussetzungen
Bedingung für das Leben in einer Jugendwohnung ist ein regelmäßiger Schul-, Ausbildungs- oder Arbeitsbesuch und die unbedingte Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit Betreuerinnen, Betreuern und anderen Jugendlichen. Dass das nicht immer reibungslos und konfliktfrei klappt, ist allen Beteiligten klar. Aber wenn du dich freiwillig entschieden hast, in einer Jugendwohnung zu leben und grundsätzlich bereit bist, etwas in deinem Leben zu ändern, dann ist das eine gute Voraussetzung, um mit den Konflikten konstruktiv umzugehen. Deine Bezugspersonen stehen dir dabei zur Seite.
 



Wie kannst du in eine JuWo einziehen?
Du kannst nicht einfach in eine Jugendwohnung einziehen und ein Zimmer mieten. Deine Eltern müssen beim Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD) - das ist die zuständige Fachstelle des Jugendamtes - einen Antrag auf Hilfen zur Erziehung nach §§ 27/34 Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG) stellen. Dieser Antrag muss positiv beschieden werden, das heißt es muss ein erzieherischer Hilfebedarf festgestellt werden. Wenn du dich zuerst einmal ohne deine Mutter oder deinen Vater informieren möchtest, kannst du selbst zum Allgemeinen Sozialen Dienst in deinem Bezirk gehen. In einem Gespräch mit einer Sozialpädagogin oder einem Sozialpädagogen kannst du hier deine Wünsche äußern und herausfinden, ob eine Jugendwohnung für dich in Frage kommt.
 



So findest du Adresse, Telefonnummer und Öffnungszeiten des Allgemeinen Sozialen Dienstes (ASD), der für deinen Stadtteil und deine Straße zuständig ist:

  • im Internet: unter www.hamburg.de/behoerdenfinder/ den Suchbegriff Allgemeiner Sozialer Dienst und in der folgenden Abfrage deine Adresse eingeben.
  • per Telefon: Bürgertelefon der Hamburger Behörden 040/115, montags bis freitags von 7–19 Uhr.


In einer akuten Krisensituation kannst du dich auch rund um die Uhr an den Kinder-und Jugendnotdienst wenden:
Feuerbergstraße 43 > 22337 Hamburg-Alsterdorf
Tel. 040/428 490.
 



LINKTIPPS
Es gibt viele soziale Einrichtungen, die betreutes Jugendwohnen anbieten; zu viele, um sie hier alle mit Adressen, Telefonnummern und den genauen Angeboten aufzulisten, zumal du die Details bei dem Gespräch mit dem ASD erfährst. Damit du dir vorher ganz unverbindlich einen Eindruck über betreutes Jugendwohnen verschaffen kannst, haben wir hier einige Hamburger Träger aufgelistet, die auf ihren Internetseiten ihre Wohnangebote näher beschreiben.

Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) > www.asb-hamburg.de
Arbeiterwohlfahrt (AWO) > www.awo-hamburg.de
Basis und Woge www.basisundwoge.de
Deutsches Rotes Kreuz (DRK) > www.drk-hamburg.de, www.drk-kiju.de
Internationaler Bund (IB) > www.internationaler-bund.de
Landesbetrieb Erziehung und Beratung (LEB) > www.hamburg.de/leb
Großstadt-Mission > www.grosstadt-mission.de
Hamburger Kinder- und Jugendhilfe > www.hakiju.de
Kompetenzwerk Hamburg > www.kompetenzwerk-hamburg.org
Margaretenhort > www.margaretenhort.de
Pestalozzi-Stiftung > www.pestalozzi-hamburg.de
SOS Kinderdorf Hamburg > www.sos-kinderdorf.de

top